Brönnöysund Broennoeysund Bronnoysund Koordinaten: 65°28'33″ N, 12°12'39″ E |Karte
nordgehend:
⇐ letzter Hafen
⇒ nächster Hafen
südgehend:
⇐ letzter Hafen
⇒ nächster Hafen
Bronnoysund Brönnöysund Broennoeysund
Brønnøysund ist seit Juli 1893 Anlaufhafen der Hurtigrute (DS VESTERAALEN)
Der Hurtigrutenkai befindet sich zentral im Hafen gegenüber der Sundinsel Buholmen (Havnegata 42 - 65°28'35.33″ N / 12°12'41.14″ E).
Tel: 75 01 11 60
Brønnøysund lufthavn Brønnøy, Hovøyveien 11 befindet sich am südöstlichen Ortsrand, ca 2,5 km vom Hurtigrutenkai entfernt (65°27'35.0" N / 12°12'31.9" E).
| Ankunft nordgehend: | 1:35 Uhr |
| Abfahrt nordgehend: | 1:45 Uhr |
| Aufenthaltsdauer: | 10 Minuten |
| Ankunft südgehend: | 15:00 Uhr |
| Abfahrt südgehend: | 17:25 Uhr |
| Aufenthaltsdauer: | 2 Stunden 25 Minuten |
| Fahrtdauer nordgehend seit Rørvik | 3 Stunden 35 Minuten | 46 Seemeilen |
| Fahrtdauer nordgehend bis Sandnessjøen | 2 Stunden 50 Minuten | 36 Seemeilen |
| Fahrtdauer südgehend seit Sandnessjøen | 2 Stunden 45 Minuten | 36 Seemeilen |
| Fahrtdauer südgehend bis Rørvik | 3 Stunden 35 Minuten | 46 Seemeilen |
Landausflug südgehend:
Hurtigruten
Havila Voyages
Die Stadt Brønnøysund (5.113 Einwohner - Stand Januar 2025) ist das Verwaltungszentrum der Kommune Brønnøy (7.838 Einwohner - Stand 2025) in der Provinz Nordland. Sie ist das regionale Dienstleistungszentrum von Süd-Helgeland und gleichzeitig die südlichste Stadt in der Provinz Nordland. Brønnøysund bezeichnet sich selbst als „Küstenstadt in der geografischen Mitte Norwegens“.
Brønnøysund hat gute Verkehrsanbindungen. Es gibt Flugverbindungen u.a. nach Oslo, Trondheim und Bodø. Daneben verkehrt ein Bus zum Bahnhof Grong und eine Linie der Überland-Express-Busse nach Namsos. Weiter gibt es Busverbindungen nach Sandnessjøen und Mosjøen. Im gesamten Bereich betreibt die „Torghatten Trafikkselskap“ zudem diverse Schnellbootverbindungen und lokale Busrouten.
Brønnøysund ist Sitz der Hauptverwaltung von „Torghatten ASA“ - einer Reederei - und von „Brønnøysundregistrene“, eine Regierungsbehörde für die Verwaltung öffentlicher Register. „Brønnøysund Avis“ - eine 1920 gegründete Lokalzeitung mit einer Gesamtauflage von 8.001 Exemplaren - davon 3.960 im geducktem Papierformat - (Stand 3. Quartal 2025). Am 6. März 1995 erschien diese Zeitung in Norwegen als erste im Internet.
Brønnøysund hat mehrere Schulen und Bildungseinrichtungen. Bekannt und auch für Touristen zugänglich ist das "Norsk Havbrukssenter", ein Entwicklungszentrum für die norwegische Aquakulturindustrie. Daneben gibt es viele Sportvereine und eine bekannte Musikszene (Torghatten Festival).
Anbieter: Brønnøysunds Avis Zeitraffer bzw. Einzelbilder
(Vorwahl Norwegen 0047)
(Notrufnummern: Polizei 112, Feuerwehr 110, Krankenwagen 113, Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117)
Brønnøysund heißt übersetzt „Brunnen-Insel-Sund“.
Im Februar 1756 ertranken neun Menschen aus Stortorgnes auf dem Heimweg vom sonntäglichem Kirchgang.
Ursprünglich lag der Ort auf einer Insel. Mitte des 19. Jahrhunderts schüttete man den flachen Sund auf, sodass der Brønnøy landfest auf einer Halbinsel stand. Aus alten Kirchendokumenten geht hervor, dass es hier bereits um 800 n. Ch. eine Kirche und einen Priester gab. Vermutlich hat es hier nacheinander mehrere Kirchen gegeben. 1934 wurden Reste der St. Knutskirche aus dem 14. Jahrhundert gefunden. Die heutige Kirche stammt aus dem Jahr 1870 und enthält einige mittelalterliche Elemente. Sie stammen von ihren Vorgängerinnen, die teilweise Bränden zum Opfer fielen.
Bis ins 18. Jahrhundert blieb der Ort ein unbedeutendes kleines Kirchdorf mit wenigen Familien und einem Pfarrer. Dieser musste sogar alle Formalitäten abwickeln, als 1838 mit der DS PRINDS GUSTAV das erste Dampfschiff Brønnøysund anlief. Im 19. Jahrhundert erhielt der Ort einen langsamen Aufschwung durch den Zuzug einiger Menschen aus dem Süden des Landes sowie aus Schweden. Wegen der guten Lage seines Hafens an der Fahrrinne der Schifffahrtsrouten begann Brønnøysund dem alten Tilrem etwas weiter nördlich und Kvaløy etwas südlich den Rang der Markt- Handelsplätze abzulaufen. 1890 baute man einen neuen Dampfschiffkai. Einen starken Aufschwung erfuhr der Ort mit dem Anlauf der Hurtigrute ab 1893. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts verdoppelte sich die Einwohnerzahl. Mit Zunahme der Bevölkerung etablierte sich auch eine notwendige Infrastruktur. Geschäfte eröffneten, Gewerbebetriebe, Rechtsanwälte und Ärzte siedelten sich an. 1915 hatte sich Brønnøysund schon zu einem administrativen Zentrum entwickelt mit Post- und Zollstation, Hafenverwaltung, Gerichtswesen, Bank und Elektrizitätswerk.
1923 erhielt der Ort den „ladestedstatus“, einen Stadtstatus ohne volle Handelsrechte. Diesen Status verlor Brønnøysund allerdings wieder in 1964 beim Zusammenschluss mit anderen Gemeinden zur Gemeinde Brønnøy. 2001 wurde Brønnøysund erneut das Stadtrecht zuerkannt.
Im Rahmen der Befestigung der norwegischen Küste im Zweiten Weltkrieges bauten die deutschen Besatzungstruppen auch hier durch den Einsatz von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern an diesem Ort zwei Küstenstellungen. Die Stellung HKB 33./974 Brønnøysund-Syd im Bereich Utsikten Lageplan sowie Legende ist nach der Besatzungszeit überbaut worden.
Die Stellung HKB 32./974 Brønnøysund-Nord im Bereich Skarsåsen Lageplan wurde aufwendig mit vier Kanonen ausgestattet (Reichweite: 17km). Gesichert wurde die Anlage durch Minengürtel und Stacheldraht. Heute ist das Gelände des Forts ein beliebter Aussichtspunkt.
1959 errichtete der Bezirksfischerverband Brønnøy und Brønnøysund ein Denkmal zum Gedenken an die auf See gebliebenen Fischer aus der Gemeinde Brønnøy. Das Denkmal listet 90 Namen aus den Jahren 1852 und vor 100 Jahren auf. Die meisten von ihnen junge Männer, 50 von ihnen starben vor dem 30. Lebensjahr.
Diejenigen, die ihr Leben gaben, damit Norwegen seine Freiheit und Unabhängigkeit wiedererlangte. 20 Personen wird mit einem Mahnmal hier vor der Kirche gedacht. Einige starben im Kampf, während des Nordlandfeldzugs 1940. Andere starben auf See, als Matrosen. Andere starben, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Im Juni 2016 wurde dem Denkmal ein neuer Name hinzugefügt – Meyer Dvoretsky (1894–1942). Er lebte ab 1937 dauerhaft in Brønnøysund, und dies war sein letzter ständiger Wohnsitz. Meyer wurde aus Finnland ausgeliefert, im Juni 1941 verhaftet und zum Jahreswechsel 1942/1943 im Vernichtungslager Auschwitz ermordet.
Nach Schaffung der rechtlichen Grundlagen konnte im Januar 1981 in Brønnøysund der Vorläufer der jetzigen zentralen Einrichtung „Registerenheten i Brønnøysund“ Brønnøysundregistrene offiziell eröffnet werden. Übersicht der verschiedenen hier geführten Register. Im September 2021 wurde das markante Gebäude bezogen.
Im Landeanflug auf den Flughafen von Brønnøysund zerschellte am 6. Mai 1988 eine Widerøe DHC 7 am Torghatten (Torghatten-ulykken). An Bord befanden sich 33 Passagieren und eine dreiköpfige Besatzung. An diese 36 Opfer erinnert eine Lichtinstallation in der Brønnøy Kirke (jeweils 18 Leuchten an der linken und rechten Seite der Orgel im nördlichen Kirchenschiff).
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Bedeutung von Brønnøysund stetig zu. Beim Aufbau der Ölindustrie bekam der Ort Anfang der 1980er Jahre eine Versorgungs- und Helikopterstation für die Bohrinseln in der Norwegischen See. Am 8. September 1997 ereignete sich ein folgenschwerer Hubschrauberabsturz. Dabei starben zwölf Menschen, als der Super Puma-Hubschrauber auf dem Weg vom Flughafen Brønnøysund zum Fördergebiet „Norne“ abstürzte. In der Brønnøy Kirke befindet sich seit dem 8. September 2004 für die zwölf Opfer ein Gedenkort (Eingangsbereich Südflügel).
Das 2009 entstandene freiwillige Seenotrettungskorps (RSRK) der Rettungskompanie Brønnøysund wurde am 25. Februar 2025 aufgelöst. Ein langfristiger Besatzungsmangel, insbesondere auch ein Mangel an Bootsführern mit den notwendigen Fähigkeiten zur Ausbildung neuer Mitglieder für den Einsatz auf dem Rettungsboot gaben den Ausschlag zur Schließung. Das das am am 4. Juni 2009 getaufte Rettungsboot «UNI Helgeland» wurde zur Station Levanger verlegt.
In der Zeitspanne von 1996 bis 2020 wurde durch eine langfristige Stadtentwicklung geplant und umgesetzt. Umgestaltung der „Storgata“ (Ausführungszeit 2005 - 2009), „Sundpromenade Strømsneset“ (Ausführungszeit 2012 - 2014) - bekannt durch den Küstenmittelpunkt - sowie „Lille Brønnøy folkepark“ (Ausführungszeit 2017 - 2020). Die Planung erfolgte durch „Arkitektgruppen CUBUS“ aus Bergen.