Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


strecke:maloy-torvik:ervik

Ervik

Koordinaten: 62°10'01″ N, 05°07'00″ E | Karte

In Ervik (Kommune Selje - Kommune Stad ab dem 01.01.2020) steht am Strand die 1970 fertig gestellte Ervik kyrkje - auch Ervik-Gedenkkapelle oder Sanct Svithuns Kapelle genannt -, die an den Untergang der DS Sanct Svithun am 30. September 1943 erinnert. In der Annahme auf diesem Schiff befänden sich zahlreiche deutsche Soldaten erfolgte ein Angriff durch alliierten Flugzeuge. Allerdings waren zuvor in Ålesund 50 deutsche Soldaten von Bord gegangen. Den Bewohnern von Ervik gelang es trotz schwerer See 77 Menschen zu retten, (48 Passagiere, davon 46 Norweger und zwei Deutsche, und 29 Personen der Besatzung); 47 Menschen starben, davon 35 Norweger und 12 Deutsche.

Die Schiffsglocke der DS Sanct Svithun hängt heute als eine der beiden Kirchenglocken in der Kapelle. Der Anker liegt neben der Kapelle. Außerdem befinden sich im Innenraum verschiedene Gegenstände des Schiffes, die man nach dem Unglück bergen konnte. Aus Propagandazwecken wollte die nazifreundliche Quisling-Regierung bereits nach dem Unglück eine Gedächtniskapelle bauen. Dieser Plan war allerdings bei der erbosten Bevölkerung nicht durchzusetzen. 1960 kam die Idee erneut auf. 1968 begann der Bau und 1970 war der Kirchenbau vollendet.

Auf dem Friedhof wurden im September 1945 die sterblichen Überreste von 21 russischen Gefangenen in einem Gemeinschaftsgrab beigesetzt. 1953 erfolgte eine Umbettung auf den Friedhof Laksevåg in Bergen.

Der Friedhof von Ervik wurde 1906 erweitert und eingezäunt. 1908 wurde dort ein Glockenturm errichtet, der Anfang der 1920er Jahre durch einen Betonturm ersetzt wurde. 1970, mit Fertigstellung der Ervik-Kirche, gab es für den Glockenturm auf dem Friedhof keine Verwendung mehr. 2005 wurde in diese Glockenturm ein Gedenkraum für die 21 verstorbenen Kriegsgefangenen eingerichtet.

Eine Grabstelle auf dem Friedhof soll aus dem Jahr 1550 n.Chr. stammen.

Seit Sommer 2020 steht hier am Friedhof zur Erinnerung an Marie Jakobsdatter Ervik, Spitzname «Sammel-Marja». 1829–1909, eine von Ingun Dahlin geschaffene Keramik aus der Reihe «Tapre kystkvinner»

Zurück


Ervik Ervik Ervik

strecke/maloy-torvik/ervik.txt · Zuletzt geändert: von manfred